Umweltschutz Studium

Obwohl die Politik immer noch sehr zaghaft versucht, auf die drohenden Umweltveränderungen zu reagieren, gibt es immer mehr Menschen, die sich privat engagieren möchten. Dies kann natürlich ehrenamtlich, in Verbänden und anderen Vereinigungen erfolgen, man kann den Schutz der Natur aber auch zu seinem Beruf machen.

Zahlreiche Universitäten im In- und Ausland bieten inzwischen umweltwissenschaftliche Studiengänge an, in Deutschland die Universität Frankfurt und Greifswald. Die Universität Freiburg hat seit letztem Semester ein Studium der Umweltnaturwissenschaften im Programm, die FH Esslingen bietet sogar explizit das Fach Umweltschutz. Weitere Studiengänge sind unter anderem Green Business Management, Bio- und Umwelttechnik, Energie- und Umweltmanagement oder Erneuerbare Energien. Der Studiengang Environmental Science - Soil, Water and Biodiversity, den die Universität Hohenheim in Kooperation mit drei europäischen Partneruniversitäten anbietet, soll gezielt auf das von der EU durch neue Umweltschutzregeln geschaffene Job-Potential hin ausbilden.

Nach dem Studium ist es ratsam, mithilfe von Praktika in der globalisierten Wirtschaftswelt die ersten Erfahrungen zu machen. Alle großen Umweltschutzorganisationen, allen voran Greenpeace, leben nicht nur von ehrenamtlichen Aktivisten sondern beschäftigen Mitarbeiter, in Deutschland rund 200. Wegen des hohen Interesses können hier nur studien- oder berufsausbildungsbegleitende Praktika angeboten werden. Momentan werden zum Beispiel Praktikanten im Bereich Imagekommunikation, Presse und Online-Redaktion gesucht. Auch das Umweltbundesamt bietet Praktika hauptsächlich im Rahmen des Studiums oder der Berufsausbildung, in Berlin oder am Dienstsitz in Dessau-Roßlau an. Praktikanten werden in eine Arbeitseinheit eingeteilt und erhalten so schnell einen Einblick in die Realität einer modernen Behörde.

Das Umweltbundesamt sucht, ähnlich wie Greenpeace, vor allem im Rahmen der Presse- und Internetkommunikation. Die Europarc-Federation, ein Zusammenschluss aller europärischer Nationalparkgebiete, bietet im Internet eine Plattform für Praktikumsstellen in ganz Europa an. Auch die beiden größten deutschen Umweltschutzorganisationen, der BUND und der NABU schreiben immer wieder Praktikumsstellen aus, die allerdings, wie insgesamt in diesem Bereich, stark nachgefragt sind. Eine gute Möglichkeit, in dieser Berufssparte Erfahrung zu sammeln ist auch das freiwillige ökologische Jahr, FÖJ. Fast alle deutsche und europäische Umweltorganisationen nehmen bereitwillig FÖJler auf und man bekommt neben Kost und Logis oft ein kleines Taschengeld von ca. 150 Euro im Monat.