Naturschutzgebiete in Deutschland

n Deutschland gibt es über 8.400 Naturschutzgebiete (Stand: Dezember 2008). Diese liegen auf einer Gesamtfläche von über 1,2 Millionen Hektar. Somit nehmen diese Naturschutzgebiete insgesamt betrachtet 3,6 Prozent der Gesamtfläche von Deutschland ein. Die meisten Flächenanteile der Naturschutzgebiete gibt es mit 8,1 Prozent in dem Bundesland Hamburg, mit 7,4 Prozent in Nordrhein-Westfalen und mit 7,1 Prozent in dem Bundesland Brandenburg. Die gesetzlichen Grundlagen zu den deutschen Naturschutzgebieten werden in dem Paragraphen 23 Absatz 1 des Bundesnaturschutzgesetz geregelt. So wird mit diesem Paragraphen gesetzlich geregelt, das in diesen festgesetzten Gebieten die Landschaft und die Natur in besonderem Maße geschützt wird.

Zu den größten deutschen Naturschutzgebieten zählt mit einer Fläche von 136.570 Hektar das Nordfriesische Wattenmeer in dem Bundesland Schleswig-Holstein. Die Landschaft des Wattenmeeres, mit der Küsten- und Dünenlandschaft zählt zugleich teilweise zu dem Nationalpark. Zudem zählt dieses einzigartige Ökosystem des Wattenmeeres seit dem Jahre 2009 zum Weltnaturerbe der UNESCO. Diese Küsten- und Dünenlandschaft soll als Naturschutzgebiet in der Ursprünglichkeit erhalten werden und die ungestörte ökologische Entwicklung dieser Natur soll bewahrt werden.

Zu den weiteren großen deutschen Naturschutzgebieten zählt zum Beispiel mit einer Fläche von 28.861 Hektar das Ammergebirge in dem Bundesland Bayern mit den montanen Mischwäldern bis hin zu der alpinen Landschaft. Die höchste Erhebung bildet hier die Kreuzspitze mit einer Höhe von 2.185 Metern. Das Naturschutzgebiet der Lüneburger Heide liegt auf einer Gesamtfläche von 23.437 Hektar in dem Bundesland Niedersachsen. In diesem wird eine Landschaft aus Heideflächen, Kiefernforsten und Eichen- und Buchenmischwäldern geschützt. Auch die Landschaft der Allgäuer Hochalpen werden mit dem 20.798 Hektar großen Naturschutzgebiet geschützt.