Landschaftsschutz

Der Landschaftsschutz gehört zu den Aufgaben der Landschaftsplanung und ist ein eigener Teilbereich derselben. Er umfasst dabei den Naturschutz, den Schutz der Umwelt sowie die Nutzung der vorhandenen, natürlichen Ressourcen. Außerdem beinhaltet der Landschaftsschutz die Denkmalpflege und die Erholungsvorsorge.

Durch den Anteil der Denkmalpflege werden daher auch Kulturgüter durch den Landschaftsschutz geschützt. Außerdem ist der Landschaftsschutz dafür zuständig, Konzepte für den so genannten sanften Tourismus auszuarbeiten, also die Form des Tourismus, bei der die Natur möglichst wenig beeinträchtigt wird und statt dessen der Urlaub in die Natur und ihre Vorgänge eingepasst wird.

Dazu gehört auch der Erhalt der Infrastruktur, die den Fremdenverkehr und die Erholung betrifft, wie etwa Rad- und Wanderwege. Insgesamt ist es also vor allem die Erholung, die an erster Stelle des Landschaftsschutzes steht, wenn es um die Nutzung der Natur durch den Menschen geht. Der Mensch soll die Natur weniger schädigen und den Schutz der Landschaft gewährleisten. Eine kulturell genutzte Landschaft soll daher geschützt werden und zwar durch folgende Punkte:

- Auf lange Sicht gesehen sollen die natürlichen Ressourcen nutzbar bleiben.
- Das Bild der vorhandenen Landschaft soll erhalten bleiben, beziehungsweise verbessert werden.
- Selten gewordene Formen der Landnutzung sollen erhalten bleiben
- Naturdenkmäler müssen geschützt werden.
- Kulturhistorische Besonderheiten sollen erhalten bleiben, auch die vorhandenen Siedlungen.
- Ein bereits geschädigter Naturhaushalt soll wieder hergestellt und neu entwickelt werden.
- Natur und Landschaft sollen zur Erholung genutzt und erhalten werden.

Das Landschaftsschutzgebiet, beziehungsweise die Festlegung eines solchen, dient als Instrument des Landschaftsschutzes. Ein solches Schutzgebiet wird häufig dort eingerichtet, wo die Vorgaben an ein Naturschutzgebiet nicht ausreichend sind. Um dennoch einen gewissen Schutz zu erreichen, wird zu diesem Mittel gegriffen. Der Landschaftsschutz kann sich für die Durchführung seiner Tätigkeit verschiedener Vorgaben und Verbote bedienen, die in einer Satzung festgelegt werden. Neben den reinen Verboten können auch Empfehlungen ausgesprochen werden, die später bindend werden.